Berlin (ots) – Im Streit um die illegale Vermietung von Ferienwohnungen geht Airbnb auf den Berliner Senat zu. “Wir arbeiten inzwischen mit mehr als 500 Städten intensiv zusammen und wollen das auch gern mit Berlin”, sagte Chris Lehane, Global Head of Public Affairs and Public Policy bei Airbnb, im Gespräch mit dem “Tagesspiegel” (Donnerstagausgabe).

Airbnbs Cheflobbyist traf sich dazu am Dienstag mit Sebastian Scheel, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. “Wir bieten unsere technische Hilfe an, um den Berliner Gastgebern zu ermöglichen, die Genehmigung und Registrierungsnummer digital und in Echtzeit zu erhalten”, sagt Lehane. “Für eine kurzfristige Umsetzung würden wir auch Programmierer nach Berlin holen.”

Ab dem 1. August gelten in Berlin strengere Regeln für alle, die privat Zimmer oder Wohnungen auf Plattformen wie Airbnb vermieten. Sie müssen sich in vielen Fällen registrieren und eine Genehmigung einholen. “Die Stadt könnte die dafür erforderlichen Daten auf unbürokratische Weise direkt von den Gastgebern erhalten”, sagt Lehane. Er begegnet damit dem immer wieder von Senat und Bezirken erhobenem Vorwurf, Airbnb würde die Herausgabe von Nutzerdaten verweigern, um illegale Angebote zu verfolgen.

Berlin will verhindern, dass reguläre Wohnungen in Ferienappartements umgewandelt werden. Solche Konflikte gibt es in immer mehr Städten, daher gibt sich Airbnb kooperationsbereit. “Mit Frankfurt und Dortmund haben wir schon Vereinbarungen geschlossen, um die Tourismusabgaben automatisiert über die Plattform einzuziehen”, sagt Lehane. “Die Senatsverwaltung für Finanzen hat unser Angebot dazu leider abgelehnt.”

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