Frankfurt (ots) – Es reicht nicht, allein gute Führung von Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Albanien und dem Kosovo anzumahnen. Die EU muss mehr liefern oder akzeptieren, dass Staaten wie China, Russland und Saudi-Arabien ihren Einfluss auf dem Balkan ausweiten. Wenn das geschieht, dann ist der Traum von einem geeinten und vor allem demokratischen Europa ausgeträumt. Es ist in diesem Sinne nicht hilfreich, dass die EU auf ihrem Balkan-Gipfel im Prinzip wiederholt hat, was sie seit 15 Jahren erklärt. Besser wäre es gewesen, ein Beitrittsdatum in Aussicht zu stellen. Jedem ist klar, dass solche Daten in der Regel nicht zu halten sind. Aber sie können ein stärkerer Ansporn sein als die Ankündigung, neue Verkehrsverbindungen zum Balkan bauen zu wollen.

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